28.01.2026
Niederlande: 319 Kilo Kokain in Tiefkühlfisch aus Surinam
Niederländische Polizei- und Zoll-Kräfte haben in einem Container mit gefrorenem Snapper aus Surinam (Südamerika) Päckchen mit insgesamt 319 Kilogramm Kokain entdeckt, meldet die NL Times. Nach einem Hinweis hatten die Behörden die Lieferung am 12. Januar bei einem Unternehmen in Barneveld, 60 Kilometer südöstlich von Amsterdam gelegen, überprüft. Die Firma soll jedoch nicht in den Drogenschmuggel involviert sein. Nachdem erste Scans unerklärliche Anomalitäten bei den ganzen Fischen ergeben hatten, wurde jeder Fisch einzeln von Hand gescannt. Erst als die TK-Fische aufgesägt wurden, kamen Päcken mit Kokain zum Vorschein. Das Verbergen von Drogen in gefrorenen Lebensmitteln gilt als besonders arbeitsintensive Schmuggeltechnik. Die Methode wird gewählt, um das Auffinden durch trainierte Hunde und routinemäßiges Durchleuchten zu verhindern, weil der dichte TK-Fisch sowohl eine Geruchsmaskierung befördert als auch die sichtbare Form der Drogenpäckchen verbirgt. Die Niederlande gelten als zentrales europäisches Einfallstor für Kokain aus Südamerika und der Karibik. Die Überprüfung sowohl von See- wie auch von Luftfrachtcontainern aus Surinam führt zunehmend zur Entdeckung von Drogen. In der EU wurden im Jahre 2023 insgesamt 419 Tonnen Kokain beschlagnahmt.
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