11.03.2026

Shrimps-Exporteure leiden unter Folgen des Iran-Krieges

Asiens Shrimps-Exporteure bekommen in mehrfacher Hinsicht die Auswirkungen des Iran-Krieges zu spüren, meldet IntraFish. Neben hohen Ölpreisen und Frachtkosten erhöhen die Schiffsversicherer ihre Tarife, erheben Zuschläge und weigern sich, betroffene Regionen im Mittleren Osten überhaupt abzudecken, sagt Jim Gulkin, Geschäftsführer des in Thailand ansässigen Exporteurs Siam Canadian.

Ein Sprecher der Vietnamesischen Vereinigung der Seafood-Exporteure und -Produzenten (VASEP) teilte mit, dass das Ausweichen auf sichere Schiffsrouten die Lieferzeiten um schätzungsweise 7 bis 10 Tage verlängere, möglicherweise aber auch um 10 bis 20 Tage. Für TK-Seafood bedeute die damit verbundene längere Kühlung an Bord auch höhere Kosten. Nach Angaben der VASEP berichten einige Unternehmen von zusätzlichen Kosten von 2.000 bis 4.000 USD (= 1.721 bis 3.442 Euro) je Container, wobei höhere Versicherungsraten und Ölpreise darin noch nicht enthalten seien.

Ein indischer Shrimps-Exporteur berichtet, dass teils volle Container wieder nach Indien zurückgebracht würden. Ein Problem erinnere ihn an die Corona-Pandemie: Leere Container würden teils nicht retour gesendet. Sollte der Konflikt weiter andauern, rechnet der Inder auch mit steigenden Produktionskosten für die Garnelen, denn auf den Farmen werden dieselbetriebene Generatoren etwa zur Belüftung der Teiche eingesetzt. Hinzu komme die generelle Unsicherheit: „Niemand weiß, was als nächstes geschieht.“
Shrimps-Exporteure leiden unter Folgen des Iran-Krieges
Foto/Grafik: Kees Torn/Maersk Mc Kinney Möller & Marseille Maersk/Wikipedia
Asiens Shrimps-Exporteure leiden unter den hohen Ölpreisen, steigenden Frachtraten, längeren Verschiffungen und der generellen Unsicherheit, die der Iran-Krieg beschert.
Der Fischmagazin-Newsletter: Hier kostenlos anmelden
Fischmagazin
Fischmagazin
Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Verlag