23.09.2026

Russland: Kabeljau-Quote soll 2027 angehoben werden

Der Kabeljau-Bestand in der Barentssee stabilisiert sich und wächst allmählich wieder. Das teilte Konstantin Sokolov, Leiter des im russischen Murmansk ansässigen Fischereiforschungsinstituts PINRO mit, meldet das Portal IntraFish. Entsprechend seien russische Fischereiforscher verhalten optimistisch, sagte Sokolov auf dem Global Fisheries Forum in St. Petersburg in der vergangenen Woche. Für das Jahr 2026 hatte die Gemeinsame Russisch-Norwegische Fischerei-Kommission die Gesamtfangquote für den atlantischen Kabeljau auf 285.000 t festgelegt – so niedrig wie zuletzt in den 1990er-Jahren. Für 2027 prognostiziert Sokolov eine mögliche Anhebung um 10 %. Bis 2031 erwarte er einen Anstieg der TAC auf etwa 400.000 t. Während als Ursache für den Zusammenbruch des Kabeljaubestands vor über 30 Jahren Überfischung gesehen wurde, führt der PINRO-Leiter die aktuell schlechte Bestandssituation auf den Klimawandel zurück. "Seit 2000 haben wir eine Serie ungewöhnlich warmer Jahre erlebt, unterbrochen nur von warmen Jahren", erklärt Sokolov. Starke Kabeljau-Generationen seien jedoch nur beim Übergang von Kalt- zu Warmperioden beobachtet worden. In diesem Jahr habe Russland (Stand: 14. September) bislang 207.900 t Kabeljau gefischt – 8,9 % weniger als im Vorjahr.
Russland: Kabeljau-Quote soll 2027 angehoben werden
Foto/Grafik: Юрочкин Роман/Wikicommons
Der Kabeljau-Bestand in der Barentssee (Foto) scheint sich sukzessive zu erholen. Die Quote von derzeit 285.000 t (2026) könnte bis zum Jahr 2031 auf etwa 400.000 t steigen.
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