25.09.2026
Dänemark: Muschelquote für den Limfjord historisch niedrig
Für den Limfjord wird es in den Fischereijahren 2026 und 2027 eine Fangquote von nur noch 4.000 t Miesmuscheln geben, teilt das dänische Umweltministerium mit. Der Grund: Der Bestand der "blåmuslinger" (Mytilus edulis) beläuft sich nach Schätzungen des DTU Aqua auf nur noch 62.000 t. Zum Vergleich: Vor fast 30 Jahren – im Jahre 1997 – lag der Miesmuschelbestand in dem nordjütländischen Fjord noch bei 1.173.000 t. Seit 2016 betrug er keine 600.000 t mehr. Damit ist die Biomasse im Fjord seit ihrem Höchststand im Jahre 1997 um etwa 95 % zurückgegangen.
Die Anlandemengen machen in einem Jahr höchstens 16 % des geschätzten Bestandes aus. Diese Fänge sind von 110.000 t im Jahre 1993 auf unter 20.000 t ab dem Jahr 2016 und auf keine 10.000 t in den Jahren 2024 und 2025 zurückgegangen. Das DTU Aqua betont allerdings, dass es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Miesmuschelernte und der veränderten Bestandsgröße gebe, denn auch andere Faktoren würden den Muschelbestand beeinflussen. "Der Limfjord befindet sich in einem schlechten ökologischen Zustand", kommentierte Umweltministerin Maria Reumert Gjerding, seit Juni 2026 im Amt. Um die Fischerei weiterhin nachhaltig zu betreiben, sei die niedrige Quote notwendig. Für Fischer, die einen Ausstieg aus der Fischerei anstrebten, wurden im Juli 2025 Abwrackhilfen in Höhe von 70 Mio. DKK (= 9,4 Mio. Euro) bereitgestellt, allerdings nicht ausschließlich für Muschelschiffe auf dem Limfjord.
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